ERLEBNIS RAUMFAHRT"Denn das ist das Ziel:Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiter wachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen." Hermann Oberth |
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KURZBIOGRAPHIE
Hermann Oberth wurde am 25. Juni 1894 in Hermannstadt (Siebenbürgen) geboren und starb am 28. Dezember 1989 in Nürnberg. Zuletzt wohnte er in der Marktgemeinde Feucht, vor den Toren Nürnbergs.
Er war wohl der bedeutendste Pionier der Raumfahrt-Wissenschaften und der Raketentechnik. Mit seinen Frühwerken "Die Rakete zu den Planetenräumen" (1923) und "Die Wege zur Raumschifffahrt" (1929) schuf er die wissenschaftlichen Grundlagen einer neuen Technologie, die den Flug zu den Sternen ermöglichte, und beschrieb darin bereits fast jedes Raumfahrtkonzept, das bis heute Wirklichkeit wurde: von den ersten Raketen und Satelliten bis zur Landung auf dem Mond; von interplanetaren Raumsonden und von wieder verwendbaren Raumfähren bis zur international bemannten Raumstation.
Angeregt durch die Lektüre von Jules Verne, begann Oberth bereits als Gymnasialschüler seine ersten Raketenpläne zu erarbeiten. Seine medizinischen Selbstversuche bestätigten ihm schon 1916, dass Menschen den Belastungen eines Weltraumfluges gewachsen sind.
Von 1928 bis 1929 wurde Oberth als wissenschaftlicher Berater vom UfA-Regisseur Fritz Lang zur Produktion des ersten Raumfahrtfilms der Welt - "Frau im Mond" - nach Berlin geholt.
Im Herbst 1929 brannte sein erster Raketenmotor für flüssige Treibstoffe, die "Kegeldüse". Bei den Versuchsarbeiten halfen ihm junge Techniker, einer davon war Student der TU Berlin, Wernher von Braun. Dieser wurde später technischer Direktor des ersten Raketenversuchszentrums in Berlin-Kummersdorf und anschließend in Peenemünde. Beim Bau der ersten Großrakete im modernen Sinne, der "A4", wurden 95 (!) Erfindungen und Lösungsvorschläge Hermann Oberths angewandt.
In den 40er und 50er Jahren folgten weitere Veröffentlichungen Oberths, die seine weltweite Anerkennung als "Vater der Raumfahrt" begründen. Von 1955 bis 1959 arbeitete Hermann Oberth in Huntsville/USA, wo sein Meisterschüler Wernher von Braun zum Leiter des amerikanischen Raketenprogramms aufgestiegen war.
Wie kein zweiter Raumfahrtpionier erkannte Oberth
auch
die wirtschaftliche Dimension der Raumfahrttechnik, sowie deren
völkerverbindende
Funktion. Die Anwendungsvorschläge, die er als erster formulierte,
reichen von Nachrichten- und Wettersatelliten über die
geologische,
landwirtschaftliche und geographische Erkundung aus dem All bis hin zu
den Industriebasen in erdnahen Raumstationen und auf dem Mond, sowie
der
extraterrestrischen Nutzung der Sonnenenergie durch Weltraumspiegel.
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Wernher von Braun beschrieb
Professor
Oberth mit folgenden Worten:
"Hermann Oberth war der erste, der in Verbindung mit dem
Gedanken einer
wirklichen Weltraumfahrt zum Rechenschieber griff und
zahlenmäßig
durchgearbeitete Konzepte und Konstruktionsentwürfe vorlegte
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DAS MUSEUM
Erlebnis Raketentechnik und Raumfahrt
Faszination und Technik von Raketen, Raumschiffen und Raumstationen. Ideen, Konstruktionen, Modelle und Originale für die Reise in den Weltraum. Von Oberths "Kegeldüse" bis zu den modernen Raketentriebwerken. Von Oberths UFA-Rakete bis zum Space-Shuttle. Von Oberths "Raumtaucheranzug" zu modernen Raumanzügen. Von Oberths "Beobachterkammer" zur internationalen Raumstation.
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Zur Würdigung des Lebenswerkes von Professor Hermann Oberth gründete die "Hermann-Oberth-Gesellschaft" 1971 das "Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum e. V." in Feucht bei Nürnberg. Die Marktgemeinde Feucht stellt seit 1989 das heutige Museumsgebäude mit ca. 160 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung. Zahlreiche Originale, Modelle, Text- und Bildtafeln sowie Leihgaben aus der amerikanischen, sowjetischen und europäischen Raumfahrt bringen Geschichte und Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie näher. So sind neben vielen weiteren Exponaten ein russischer Kosmonauten-Anzug, der Bordanzug des deutschen D1-Astronauten Ernst Messerschmid, die dritte Stufe der Trägerrakete "Europa 1" und ein Modell des "Sputnik 1" zu bestaunen. |
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Neben der Ausstellung im Erdgeschoss des Museums bietet ein Raumfahrt-Kino im Obergeschoss des Gebäudes eine spektakuläre Auswahl von Filmen über die Raumfahrt, beginnend mit den frühen Anfängen, bis hin in unsere Zeit.
Ein wesentlicher Teil der musealen Arbeit besteht aus der Katalogisierung der deutschen und internationalen Raumfahrt-Geschichte. Ziel dieser akribischen Detektivarbeit ist, ein möglichst lückenloses Bild dieser Entwicklung von den Anfängen der Raumfahrt zu zeichnen und Feucht zu einem "Mekka" der deutschen Raumfahrt-Geschichte werden zu lassen.
Der "Buch-Shop" rundet schließlich das Angebot
ab:
Hier können Hermann Oberths richtungsweisende Publikationen, seine
Biographie, weitere Fach- und Sachbücher zum Thema "Raumfahrt"
sowie
Gedenkmünzen und Poster, erworben werden.
DAS JUGENDPROGRAMM
Hier nun wird unser Eingangsthema "Erlebnis Raumfahrt" Realität.
Kinder und Jugendliche können sich gemäß dem Motto "Erleben - staunen - experimentieren - begreifen" mit ebenso spannenden wie faszinierenden und wissenschaftlich hochinteressanten Themen spielerisch auseinandersetzen.
So ermöglicht unser Museum Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, mit dem faszinierenden Begriff "Raumfahrt" vertraut zu werden. Die drei besonders wichtige theoretische Schwerpunkte "Gravitation", "Rückstoß" und "Vakuum" werden bei uns mit physikalischen Experimenten erklärt.
Dieses Jugendprogramm ist für Schulklassen besonders geeignet.
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Anhand von Schautafeln und Experimenten werden die Grundlagen der Raumfahrttechnik den Kindern und Jugendlichen leicht verständlich gemacht. Ein Raumfahrt-Kino bietet eine umfangreiche Auswahl von Filmen, beginnend von den frühen Anfängen bis hin in unsere Zeit. |
Außerdem bieten wir Kindern und Jugendlichen weitere Anreize, Berührungen mit dem Thema "Raumfahrt" aufzunehmen. Wir veranstalten auf Anfrage Kindergeburtstage im Museum und halten Bastelkurse für kleine flugfähige Modellraketen. Auch erwachsenen Besuchern bereiten diese Veranstaltungen viel Spaß und so manches "Aha-Erlebnis"!
Im übrigen entspricht die Konzeption unseres Hauses einem "Museum zum Anfassen". Wir haben im Laufe der Jahre eine ganze "Kiste" von Original-Materialproben der deutschen Raumfahrtindustrie zusammengetragen, die hinsichtlich Material und Verwendung beschriftet sind und von den "Youngsters" in die Hand genommen werden können.
Wir informieren Sie gerne über unsere
Aktiv-Programme.
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Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum e.V. in Feucht bei Nürnberg, Deutschland | ![]() |
Das Museum kann unter folgender Anschrift erreicht werden:
Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum e.V.
Pfinzingstraße 12-14
D-90537 Feucht
Telefon +49 / (0)9128 / 35 02 - Fax +49 / (0)9128 /
14 9 20
EMail: info@oberth-museum.org
Folgende Links haben weitere Informationen über
Hermann
Oberth:
http://www.kiosek.com/oberth/
http://www.meaus.com/articles/OBERTH.html
Weitere Informationen über Museen im
Nürnberger
Raum finden Sie unter:
http://www.nbg-land.com